Heizungsdruck fällt oder ist zu hoch
Manometer zeigt zu wenig oder zu viel Druck, Nachfüllen nötig, Sicherheitsventil tropft
Das brauchen Sie
- Manometer der Heizung (Sichtprüfung)
- Taschenlampe
- Auffangschale und Tuch
- Notizblock für Druckprotokoll
Der erste Schritt: Was zeigt das Manometer?
Lesen Sie den Druck am Manometer der Heizung ab, am besten bei kalter Anlage. Der Sollwert und der Betriebsbereich stehen in der Anleitung oder auf dem Gerät; für kalte Anlagen liegt er je nach Gebäudehöhe und Anlage meist bei etwa 1 bis 2 bar. Wo steht der Zeiger?
Mögliche Ursachen 11
Welche es ist, zeigt der Messbaum Schritt für Schritt. Dort stehen auch Abhilfe, Dringlichkeit und wer es beheben darf.
Druckabfall durch ausgetriebene Luft
Nach dem Befüllen löst sich eingeschlossene Luft aus dem Wasser und wird über Entlüfter ausgetrieben, wodurch der Druck scheinbar fällt. Das ist ein normaler Vorgang, der meist nach ein bis zwei Nachfüllungen endet. Es liegt kein Defekt vor, solange der Druck danach stabil bleibt.
selbst möglich
Nachfüllen vom Fachbetrieb
Der Druck ist zu niedrig, und die Anlage soll nicht selbst befüllt werden. Zu niedriger Druck führt zu Abschaltungen und Geräuschen und kann die Pumpe schädigen. Befüllen verlangt den richtigen Druck und die Beachtung der Wasserqualität.
Fachkraftbald beheben
Kleine Undichtigkeit am Heizkreis
Eine Verschraubung, ein Ventil, die Pumpe oder ein Entlüfter ist undicht und verliert langsam Heizwasser. Kleine Lecks trocknen oft ab und hinterlassen nur Kalkränder oder Rost. Der Druck sinkt dadurch über Wochen, und es muss ständig nachgefüllt werden.
Fachkraftbald beheben
Wasseraustritt am Kessel
Wasser am Boden unter dem Kessel deutet auf einen größeren Defekt hin: undichter Wärmetauscher, geplatztes Teil, Pumpendichtung oder Sicherheitsventil. Heißes Wasser kann Verbrühungen verursachen, und in der Nähe von Elektrik und Gas ist es gefährlich.
Fachkraftsofort handeln
Sicherheitsventil undicht
Das Sicherheitsventil tropft bei normalem Druck. Kalk oder Schmutz lagern sich am Ventilsitz ab, oder die Dichtung ist verschlissen, sodass es nicht mehr dicht schließt. Es verliert langsam Wasser, und der Druck sinkt.
Fachkraftbald beheben
Verdeckte Leckage im System
Es geht dauerhaft Wasser verloren, ohne dass etwas sichtbar ist. Typisch sind Leckagen in Fußbodenheizung, Wänden, Estrich oder Erdleitungen. Solche Leckagen verursachen Feuchteschäden und werden mit der Zeit größer.
Fachkraftbald beheben
Ausdehnungsgefäß defekt oder falsch vorgespannt
Das Ausdehnungsgefäß hat zu wenig Gasvordruck oder eine defekte Membran. Das Heizwasser kann sich beim Erwärmen nicht richtig ausdehnen, der Druck steigt stark und das Sicherheitsventil bläst ab. Beim Abkühlen fällt der Druck dann zu tief, es muss ständig nachgefüllt werden, und Luft gelangt ins System.
Fachkraftbald beheben
Normaler Druckanstieg beim Aufheizen
Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus, und der Druck steigt im Rahmen der Anlagenauslegung an. Beim Abkühlen geht er wieder zurück. Das Ausdehnungsgefäß arbeitet damit wie vorgesehen.
selbst möglich
Zu viel Wasser eingefüllt
Beim Nachfüllen wurde über den Sollwert gefüllt oder der Füllhahn schloss nicht ganz. Das überschüssige Wasser erhöht den Druck, und das Sicherheitsventil bläst ab. Nach dem Ablassen auf den Sollwert sinkt der Druck wieder.
selbst möglich
Nachspeisung füllt zu viel nach
Eine automatische Nachspeisung speist zu viel Wasser aus dem Hausnetz nach, etwa weil ihr Sollwert zu hoch ist oder das Ventil nicht mehr schließt. Der Druck steigt dann dauerhaft, bis das Sicherheitsventil öffnet. Zudem wird ständig Frischwasser eingespeist, das Kalk und Sauerstoff einträgt.
Fachkraftbald beheben
Fachbetrieb prüft Druckhaltung
Die Hinweise reichen nicht aus, um die Ursache am Druck sicher zu bestimmen. Dann prüft der Fachbetrieb Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil, Nachspeisung und Dichtheit systematisch.
Fachkraft