Steckdose wird heiß oder riecht verschmort
Wärme, Brandgeruch oder Verfärbung an Steckdose oder Stecker
Das brauchen Sie
- Zweipoliger Spannungsprüfer
- Stromzange
- Isolationsmessgerät
- Wärmebildkamera (optional)
Der erste Schritt: Erst sichern, dann suchen
Eine heiße oder verschmorte Steckdose ist eine typische Brandursache. Bei Rauch, Flammen oder Funken: Sicherung des Stromkreises ausschalten, sofort die Feuerwehr (112) rufen und nicht mit Wasser löschen. Bei Brandgeruch oder Wärme ohne sichtbares Feuer: Sicherung des Stromkreises ausschalten und die Steckdose abkühlen lassen. Den Stecker nur ziehen, wenn Sie dafür keine heißen oder verfärbten Teile berühren müssen. Wie ist die Lage?
Mögliche Ursachen 10
Welche es ist, zeigt der Messbaum Schritt für Schritt. Dort stehen auch Abhilfe, Dringlichkeit und wer es beheben darf.
Brandgefahr – Notfall
Sichtbarer Rauch, Funken oder Flammen zeigen, dass an einer Kontaktstelle bereits ein Lichtbogen oder ein Schwelbrand entstanden ist. Aus dem überhitzten Kunststoff und der Isolierung entstehen giftige Gase. Der Leitungsschutzschalter erkennt solche Fehler nicht zuverlässig, weil der Strom im Normalbereich bleibt.
Fachkraftsofort handeln
Überlastete Leiste oder Kabeltrommel
Mehrfachsteckdosen und Verlängerungen sind nur für begrenzte Leistung ausgelegt. Hängen mehrere Leistungsgeräte daran oder sind Leisten hintereinander gesteckt, steigt der Strom in den Kontakten, und an jeder Steckverbindung entsteht zusätzliche Wärme. Eine aufgewickelte Kabeltrommel kann ihre Wärme nicht abgeben und überhitzt auch bei Normalstrom.
selbst möglichbald beheben
Stecker oder Anschlussleitung defekt
Die Kontaktflächen des Steckers sind oxidiert oder abgenutzt, oder das Kabel sitzt im Stecker locker. Dadurch ist der Übergangswiderstand höher, und beim Fließen des Betriebsstroms entsteht Wärme am Stecker. Die Buchsen der Steckdose werden dabei mit erwärmt und können Schaden nehmen.
selbst möglichbald beheben
Ausgeleierte Buchsen oder lockerer Einsatz
Die Kontaktfedern der Steckdose verlieren durch häufiges Stecken ihre Spannkraft, oder der Steckdoseneinsatz sitzt locker in der Dose. Der Stecker liegt dann nur noch mit geringem Druck an, und die kleine Kontaktfläche erwärmt sich unter Last. Wackeln beim Ziehen und Stecken verstärkt das, weil sich auch Funken bilden können.
Fachkraftbald beheben
Steckdose bereits verschmort
Verfärbungen, Ruß oder ein geschmolzener Rahmen zeigen, dass die Dose bereits länger zu heiß war. Die Klemmen im Inneren sind in der Regel stärker geschädigt, als es von außen aussieht, und die Isolation der angeschlossenen Adern kann spröde sein. Damit kann ein Kurzschluss oder Lichtbogen jederzeit entstehen.
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Dauerlast an der Grenze
Das angeschlossene Gerät zieht über längere Zeit viel Strom (z. B. Heizlüfter oder Klimagerät). Steckdose, Stecker und Klemmen erwärmen sich dabei merklich, auch wenn alles in Ordnung ist, weil die Wärme mit dem Quadrat des Stroms steigt. Ist die Last dauerhaft nahe am Nennstrom, ist der Aufbau auf Dauer zu knapp ausgelegt.
Fachkraft
Verschmorte oder lose Klemme
Eine Klemme in der Dose hat sich gelockert oder ist oxidiert. Der Kontaktdruck sinkt, der Übergangswiderstand steigt, und bei jedem Betrieb entsteht Wärme. Die Wärme lässt Kupfer weiter oxidieren und das Material weich werden; der Schaden schreitet fort, bis die Klemme verschmort ist.
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Altinstallation mit Aluminium oder Oxidation
Aluminiumadern bilden an der Oberfläche eine isolierende Oxidschicht und geben unter Klemmdruck mit der Zeit nach. Die Klemmstelle lockert sich, der Übergangswiderstand steigt und es entsteht Wärme. Auch oxidierte Kupferklemmen in feuchter Umgebung verhalten sich so.
Fachkraftbald beheben
Isolationsschaden im Stromkreis
Der Isolationswiderstand liegt unter dem Mindestwert. Hitze, Feuchte oder mechanische Schäden haben die Leitungsisolation geschwächt, sodass Strom zwischen den Adern oder zum Schutzleiter fließt. Dort entstehen punktuell Wärme und im schlimmsten Fall ein Lichtbogen.
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Kontaktwiderstand an der Steckdose
Last und Isolation sind in Ordnung, trotzdem erwärmt sich die Steckdose. Dann sitzt der Fehler im Kontakt selbst: ausgeleierte Federn, lose Anschlussklemmen oder Verschmutzung. Solche Fehler sind messtechnisch schwer zu erfassen, aber thermisch gut sichtbar.
Fachkraftbald beheben