Baustahl: Gütegruppen und Zusatzzeichen
Was die Buchstaben hinter der Festigkeit eines Baustahls bedeuten, etwa JR, J2 oder +N.
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| Zeichen | Bedeutung | Prüftemperatur | Einsatz |
|---|---|---|---|
| JR | Kerbschlagarbeit mindestens 27 J | +20 °C | Innenbereich, ruhende Lasten |
| J0 | Kerbschlagarbeit mindestens 27 J | 0 °C | Außenbereich, leichte dynamische Last |
| J2 | Kerbschlagarbeit mindestens 27 J | −20 °C | Kälte, dynamische Last, dickere Bauteile |
| K2 | Kerbschlagarbeit mindestens 40 J | −20 °C | hoch beanspruchte, geschweißte Konstruktionen |
| C (z. B. S235JRC) | besonders zum Kaltumformen geeignet | – | Abkanten, Rollformen |
| +AR | Lieferzustand wie gewalzt | – | einfache Bauteile |
| +N | normalgeglüht oder normalisierend gewalzt | – | gleichmäßiges, zähes Gefüge |
Die Zahl nach S ist die Mindeststreckgrenze in N/mm² bei kleinen Dicken (S235, S275, S355). Je tiefer die Prüftemperatur der Gütegruppe, desto weniger spröde verhält sich der Stahl bei Kälte; tragende Bauteile werden nach DIN EN 1993-1-10 zugeordnet. Bezeichnungen siehe auch „Stahlbezeichnungen lesen“.
Quelle: DIN EN 10025-2 (Baustähle, Stand 2019) und DIN EN 10027-1 (Kurznamen, Stand 2017), sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.