Klebstoffe für Holz im Vergleich
Weißleim, PU-Leim, Epoxidharz, Harnstoffharz, Kontaktkleber, Schmelzkleber und Glutinleim mit Stärken und Grenzen.
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| Klebstoff | Gruppe | Presszeit | Eigenschaften | Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Weißleim (PVAc) | D2, als D3-Leim D3 | 10 – 30 min | einfach, sauber, Fuge bleibt elastisch, nicht wärmefest | Möbel, Dübel, Fugen, Furnier |
| PU-Leim (Polyurethan) | D4 | 30 – 60 min | schäumt auf, füllt Fugen, braucht Feuchte zum Aushärten | außen, Hirnholz, Holz auf Metall und Stein |
| Epoxidharz (2K) | D4 | Stunden | sehr fest, füllend, chemikalienfest | Reparaturen, Boote, Ausgießen |
| Harnstoffharz (Kauritleim) | D3 | 6 – 12 h, mit Wärme kürzer | harte Fuge, wärmefest, Pulver anrühren | Furnieren, Plattenverleimung |
| Kontaktkleber | — | sofort beim Zusammendrücken | beidseitig auftragen, ablüften, keine Korrektur | Schichtstoff, Kanten, Gummi |
| Schmelzkleber | — | Sekunden | heiß verarbeitet, schnell, wenig fest | Kantenanleimmaschinen, Modellbau |
| Glutinleim (Haut- und Knochenleim) | — | Minuten bis Stunden | mit Wärme lösbar, reversibel | Restaurierung, Instrumentenbau |
Offene Zeit beachten: Innerhalb dieser Zeit müssen die Teile zusammengefügt sein. Holzfeuchte beim Verleimen 8 bis 12 %, Raumtemperatur über 15 °C. Pressdruck je nach Holz etwa 0,2 bis 1 N/mm².
Quelle: Herstellerangaben und Fachliteratur Holztechnik, sinngemäß, Stand 2026. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.