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Überspannungsschutz: Ableiter Typ 1, 2 und 3

Welcher Überspannungsableiter wo eingebaut wird, wogegen er schützt und mit welchem Prüfstrom er geprüft ist.

NetzTyp 1GrobschutzHausanschluss, Zähler6 kVKategorie IVTyp 2MittelschutzVerteiler, Installation4 kVKategorie IIITyp 3FeinschutzSteckdose, Gerät2,5 kVKategorie IIElektronik1,5 kVKategorie IStoßspannung, die die Geräte aushalten
Jede Stufe begrenzt die Überspannung so weit, dass die Geräte dahinter unter ihrer Stoßspannungsfestigkeit bleiben. Werte für 230/400-V-Netze nach DIN EN 60664-1.
Typ (früher)PrüfstromEinbauortschützt gegen
Typ 1 (B, Grobschutz)Blitzstoßstrom Iimp 10/350 µs, typisch 12,5 bis 25 kA je PolHauptverteilung, Zählerschrank; vor dem Zähler nur zugelassene GeräteTeilblitzströme bei äußerem Blitzschutz oder Freileitung
Typ 1 + 2 (Kombiableiter)Iimp und In zusammenZählerschrank im EinfamilienhausBlitz- und Schaltüberspannungen in einem Gerät
Typ 2 (C, Mittelschutz)Nennableitstoßstrom In 8/20 µs, typisch 20 kAHaupt- und UnterverteilungÜberspannungen aus Schalthandlungen und fernen Blitzen
Typ 3 (D, Feinschutz)Kombinationswelle, Uoc typisch 6 kVSteckdose, Steckdosenleiste, nahe am EndgerätRestüberspannungen an empfindlichen Geräten
Seit 2016 sind Überspannungsschutzgeräte in neuen und geänderten Anlagen praktisch immer gefordert (DIN VDE 0100-443). Die Geräte arbeiten gestaffelt: Typ 1 vor Typ 2 vor Typ 3. Anschlussleitungen kurz halten (zusammen höchstens etwa 0,5 m, sonst V-Verdrahtung); Typ 2 schützt Geräte bis etwa 10 m Leitungslänge, weiter entfernte brauchen Typ 3. Datennetze und Antennen gehören in den Schutz mit hinein.

Quelle: DIN VDE 0100-443 (Stand 2016), DIN VDE 0100-534 (Stand 2016), DIN EN 61643-11 (Prüfungen, Stand 2013), VDE-AR-N 4100 (Stand 2019), sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.

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