Überspannungsschutz: Ableiter Typ 1, 2 und 3
Welcher Überspannungsableiter wo eingebaut wird, wogegen er schützt und mit welchem Prüfstrom er geprüft ist.
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| Typ (früher) | Prüfstrom | Einbauort | schützt gegen |
|---|---|---|---|
| Typ 1 (B, Grobschutz) | Blitzstoßstrom Iimp 10/350 µs, typisch 12,5 bis 25 kA je Pol | Hauptverteilung, Zählerschrank; vor dem Zähler nur zugelassene Geräte | Teilblitzströme bei äußerem Blitzschutz oder Freileitung |
| Typ 1 + 2 (Kombiableiter) | Iimp und In zusammen | Zählerschrank im Einfamilienhaus | Blitz- und Schaltüberspannungen in einem Gerät |
| Typ 2 (C, Mittelschutz) | Nennableitstoßstrom In 8/20 µs, typisch 20 kA | Haupt- und Unterverteilung | Überspannungen aus Schalthandlungen und fernen Blitzen |
| Typ 3 (D, Feinschutz) | Kombinationswelle, Uoc typisch 6 kV | Steckdose, Steckdosenleiste, nahe am Endgerät | Restüberspannungen an empfindlichen Geräten |
Seit 2016 sind Überspannungsschutzgeräte in neuen und geänderten Anlagen praktisch immer gefordert (DIN VDE 0100-443). Die Geräte arbeiten gestaffelt: Typ 1 vor Typ 2 vor Typ 3. Anschlussleitungen kurz halten (zusammen höchstens etwa 0,5 m, sonst V-Verdrahtung); Typ 2 schützt Geräte bis etwa 10 m Leitungslänge, weiter entfernte brauchen Typ 3. Datennetze und Antennen gehören in den Schutz mit hinein.
Quelle: DIN VDE 0100-443 (Stand 2016), DIN VDE 0100-534 (Stand 2016), DIN EN 61643-11 (Prüfungen, Stand 2013), VDE-AR-N 4100 (Stand 2019), sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.