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SPS-Standardbausteine: Zeiten, Zähler, Flanken, Speicher

TON, TOF, TP, CTU, CTD, R_TRIG, F_TRIG, SR und RS: was sie tun und wofür man sie braucht.

BausteinNameVerhaltenAnwendung
TONEinschaltverzögerungAusgang wird erst nach Ablauf der Zeit PT 1, solange der Eingang 1 istNachlauf abwarten, Störungen ausblenden
TOFAusschaltverzögerungAusgang folgt dem Eingang sofort, fällt aber erst nach PT abLüfternachlauf, Treppenlicht
TPImpulsgibt bei steigender Flanke einen Impuls der Länge PT ausHupe kurz, Ventil kurz öffnen
CTUVorwärtszählerzählt steigende Flanken, Q = 1 bei CV ≥ PVStückzahl erreicht
CTDRückwärtszählerzählt von PV abwärts, Q = 1 bei CV ≤ 0Restmenge
CTUDVor- und Rückwärtszählerzählt in beide RichtungenTeile im Puffer, Parkhaus
R_TRIGsteigende FlankeQ ist genau einen Zyklus 1, wenn das Signal von 0 auf 1 wechseltTastendruck einmal auswerten
F_TRIGfallende FlankeQ ist einen Zyklus 1 beim Wechsel von 1 auf 0Loslassen erkennen
SRSpeicher, Setzen dominantS1 = 1 setzt, R = 1 setzt zurück; beide 1 → gesetztselten, z. B. Meldespeicher
RSSpeicher, Rücksetzen dominantS = 1 setzt, R1 = 1 setzt zurück; beide 1 → rückgesetztMotor Ein/Aus, Aus hat Vorrang
Für Antriebe immer Rücksetzen dominant (RS) verwenden, damit ein Aus- oder Stopp-Signal Vorrang hat; das entspricht der Selbsthaltung mit Öffner im Stromlaufplan. Sicherheitsfunktionen wie Not-Halt gehören nicht in die Standard-SPS, sondern in eine Sicherheitssteuerung oder ein Sicherheitsrelais.

Quelle: DIN EN 61131-3 (Standard-Funktionsbausteine, Stand 2014), sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.

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