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Genauigkeitsklassen analoger Messgeräte

Wie weit ein Zeigerinstrument danebenliegen darf und warum man im oberen Drittel der Skala ablesen sollte.

KlasseFehlergrenze (vom Endwert)absolut bei 100 V EndwertAnzeige 100 VAnzeige 50 VAnzeige 20 Vtypischer Einsatz
0,1± 0,1 %± 0,1 V± 0,1 %± 0,2 %± 0,5 %Feinmessgerät, Labor, Kalibrieren
0,2± 0,2 %± 0,2 V± 0,2 %± 0,4 %± 1,0 %Feinmessgerät, Labor, Kalibrieren
0,5± 0,5 %± 0,5 V± 0,5 %± 1,0 %± 2,5 %Präzisions- und Laborgerät
1± 1 %± 1 V± 1,0 %± 2,0 %± 5,0 %Betriebsmessgerät, Prüftafel
1,5± 1,5 %± 1,5 V± 1,5 %± 3,0 %± 7,5 %Betriebsmessgerät, Prüftafel
2,5± 2,5 %± 2,5 V± 2,5 %± 5,0 %± 12,5 %Schalttafel, Anzeige im Gerät
5± 5 %± 5 V± 5,0 %± 10,0 %± 25,0 %Schalttafel, Anzeige im Gerät
Die Klasse gibt die erlaubte Abweichung in Prozent vom Messbereichsendwert an, nicht vom Messwert. Ein Gerät der Klasse 1,5 mit 100 V Endwert darf überall um 1,5 V abweichen; bei 20 V Anzeige sind das schon ±7,5 % des Werts. Darum den Messbereich so wählen, dass der Zeiger im oberen Drittel steht. Digitale Messgeräte geben die Genauigkeit dagegen als ±(x % vom Messwert + n Digit) an. Ein Shunt oder Vorwiderstand bringt eine eigene Toleranz mit, die sich zur Klasse des Messwerks addiert.

Quelle: DIN EN 60051-1 (direkt wirkende anzeigende Messgeräte, Stand 2017), sinngemäß; Werte berechnet. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.

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