Bremsen: Verschleißgrenzen und Prüfwerte
Ab wann Beläge und Scheiben fällig sind und welche Werte die Werkstatt misst.
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| Teil | neu | tauschen ab | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Scheibenbremsbelag (Reibmaterial ohne Trägerplatte) | 10 bis 12 mm | 2 bis 3 mm | immer achsweise tauschen; Warnkontakt meldet bei etwa 3 mm |
| Bremsscheibe | Dicke nach Hersteller | unter Mindestdicke (MIN TH, auf der Scheibe eingeschlagen) | bei Riefen, Rand über 1 mm oder Rost auf der Reibfläche früher |
| Seitenschlag der Scheibe | — | über etwa 0,05 mm | führt zu Rubbeln im Lenkrad und pulsierendem Pedal |
| Dickenunterschied der Scheibe | — | über etwa 0,01 bis 0,02 mm | Hauptursache für Bremsrubbeln |
| Trommelbremsbelag | 4 bis 5 mm | 1 bis 1,5 mm (Nieten nicht freilegen) | Trommel-Höchstmaß ist eingegossen |
| Bremsschläuche | — | bei Rissen, Quellungen, Scheuerstellen | ohne Verdrehung einbauen |
| Bremsflüssigkeit | Siedepunkt nach DOT | Siedepunkt unter etwa 180 °C (DOT 4) oder nach 2 Jahren | Messung mit Siedepunkttester |
Neue Beläge und Scheiben einbremsen: die ersten 200 km keine Vollbremsungen. Elektrische Parkbremsen müssen zum Belagwechsel mit dem Diagnosegerät in die Wartungsstellung gefahren werden. Am Prüfstand zählen die Abbremsung (Bremskraft im Verhältnis zum Gewicht) und der Unterschied zwischen links und rechts.
Quelle: Herstellerangaben und Prüfpraxis der Werkstätten, Richtwerte, sinngemäß, Stand 2026. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.
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