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Netzspannung: Merkmale nach DIN EN 50160

Welche Spannung, Frequenz und Kurvenform der Netzbetreiber im öffentlichen Niederspannungsnetz am Übergabepunkt einhalten soll.

MerkmalWertGilt für
Nennspannung Uₙ230 V (Außenleiter–N), 400 V (Außenleiter–Außenleiter)öffentliches Niederspannungsnetz
Langsame SpannungsänderungUₙ ± 10 % (207 … 253 V)95 % der 10-Minuten-Mittelwerte einer Woche
Uₙ + 10 % / − 15 % (195,5 … 253 V)alle 10-Minuten-Mittelwerte
Netzfrequenz50 Hz ± 1 % (49,5 … 50,5 Hz)99,5 % des Jahres (Verbundnetz)
50 Hz + 4 % / − 6 % (47 … 52 Hz)jederzeit (Verbundnetz)
Flicker (Langzeit)Pₗₜ ≤ 195 % der Zeit einer Woche
SpannungsunsymmetrieGegensystem ≤ 2 % des Mitsystems (in manchen Gebieten bis 3 %)95 % der 10-Minuten-Mittelwerte einer Woche
Oberschwingungen gesamtTHD ≤ 8 % (bis zur 40. Ordnung)95 % der 10-Minuten-Mittelwerte einer Woche
Einzelne Oberschwingungen3.: 5 % · 5.: 6 % · 7.: 5 % · 11.: 3,5 % · 13.: 3 %95 % der 10-Minuten-Mittelwerte einer Woche
Spannungseinbrüche, Unterbrechungenkeine Grenzwerte, nur statistische Richtangaben–
Die Werte beschreiben die Spannung am Übergabepunkt des Netzbetreibers unter normalen Betriebsbedingungen, nicht die Spannung an der Steckdose: Der Spannungsfall in der Kundenanlage kommt noch hinzu. Geräte müssen deshalb im ganzen Band sicher arbeiten. Heizwiderstände liefern bei 207 V nur rund 81 % ihrer Leistung (P ~ U²).

Quelle: DIN EN 50160 (Merkmale der Spannung in öffentlichen Elektrizitätsversorgungsnetzen), Abschnitt Niederspannung, sinngemäß, Stand 2020. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.

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