Trinkwasser: Temperaturen und Hygieneregeln
Die wichtigsten Temperatur- und Volumengrenzen gegen Legionellen und Stagnation.
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| Regel | Wert | Bemerkung |
|---|---|---|
| Trinkwasser kalt (PWC) | höchstens 25 °C, besser unter 20 °C | Kaltwasserleitungen nicht neben warmen Leitungen ohne Dämmung führen |
| Austritt Trinkwassererwärmer (PWH) | mindestens 60 °C | in Großanlagen ständig; in Kleinanlagen empfohlen |
| Wiedereintritt Zirkulation (PWH-C) | mindestens 55 °C | höchstens 5 K unter der Austrittstemperatur |
| 3-Liter-Regel | höchstens 3 l Inhalt | je Fließweg zwischen Zirkulation (oder Erwärmer) und Entnahmestelle; sonst Zirkulation nötig |
| Großanlage | Speicher über 400 l oder mehr als 3 l in einer Leitung | gilt nicht für Ein- und Zweifamilienhäuser |
| Thermische Desinfektion | mindestens 70 °C, etwa 3 Minuten an jeder Entnahmestelle | Verbrühungsschutz beachten, nur als Sanierungsmaßnahme |
| Technischer Maßnahmenwert Legionellen | 100 KBE je 100 ml | Überschreitung: Meldung ans Gesundheitsamt, Gefährdungsanalyse |
| Untersuchungspflicht Großanlage mit Duschen | alle 3 Jahre (gewerblich), jährlich (öffentlich) | Probenahme an festgelegten Stellen |
| Stagnation | spätestens nach 72 Stunden spülen | bei längerer Abwesenheit Wasser laufen lassen, bis es kühl kommt |
Legionellen vermehren sich vor allem zwischen 25 und 45 °C und in stehendem Wasser. Deshalb gilt: kalt bleibt kalt, warm bleibt warm, und Wasser muss fließen. Totleitungen (nicht mehr genutzte Abzweige) werden am Abzweig abgetrennt.
Quelle: Trinkwasserverordnung (2023), DVGW-Arbeitsblatt W 551 (2004) und DIN 1988-200 (2012), sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.