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Leckrate aus dem Druckabfall

Fällt in einer abgesperrten Gasleitung der Druck, ist Gas ausgetreten. Leitungsvolumen mal Druckabfall, bezogen auf den Luftdruck und die Messzeit, ergibt die Leckrate.

V̇L=VL·Δp·60pamb·t
Umstellen nach
V̇L
Leckrate l/h · l/min
VL
Leitungsvolumen l · m³
Δp
Druckabfall in der Messzeit mbar · Pa
pamb
Luftdruck (absolut) mbar
t
Messzeit min · h

Die Formel umgestellt

  • nach V̇L LeckrateV̇L=VL·Δp·60pamb·t
  • nach VL LeitungsvolumenVL=V̇L·pamb·t60·Δp
  • nach Δp Druckabfall in der MesszeitΔp=V̇L·pamb·t60·VL
  • nach pamb Luftdruck (absolut)pamb=VL·Δp·60V̇L·t
  • nach t Messzeitt=VL·Δp·60pamb·V̇L

Größen und Einheiten

ZeichenGrößeEinheiten
V̇LLeckratel/h, l/min
VLLeitungsvolumenl, m³
ΔpDruckabfall in der Messzeitmbar, Pa
pambLuftdruck (absolut)mbar
tMesszeitmin, h

Merke

Das ausgetretene Gas ist das Leitungsvolumen mal Druckabfall durch Luftdruck. 20 l Leitung und 1 mbar in 10 min ergeben gut 1 l/h.

In der Praxis

Die TRGI stuft nach der Leckrate bei Betriebsdruck ein: unter 1 l/h uneingeschränkt gebrauchsfähig, 1 bis unter 5 l/h vermindert gebrauchsfähig (innerhalb von 4 Wochen abdichten), ab 5 l/h keine Gebrauchsfähigkeit (sofort außer Betrieb). Gemessen wird mit einem Leckmengenmessgerät; die Rechnung über den Druckabfall ist eine Abschätzung, weil Temperaturänderungen den Druck mitverschieben (DVGW-TRGI 2018, sinngemäß).

Beispiel

Eine abgesperrte Gasleitung mit 35 l Inhalt verliert bei Betriebsdruck in 10 Minuten 1,5 mbar. Der Luftdruck beträgt 1013 mbar. Wie groß ist die Leckrate?

Weiter mit

Leitungsvolumen für die PrüfungGesetz von Boyle-MariotteDruckverlust einer Gasleitung