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Viertaktmotor: Arbeitsspiel und Ventilsteuerung

Was in den vier Takten passiert, wann die Ventile offen sind und warum ein Arbeitsspiel zwei Kurbelwellenumdrehungen dauert.

1 AnsaugenLuftEinlass auf, Auslass zu2 Verdichtenbeide Ventile zu3 Arbeitenbeide Ventile zu4 AusstoßenAbgasEinlass zu, Auslass auf
Ein Arbeitsspiel dauert zwei Kurbelwellenumdrehungen. Beim Diesel saugt Takt 1 nur Luft an; statt der Zündkerze spritzt der Injektor kurz vor dem oberen Totpunkt ein.
TaktKolbenEinlassAuslassOttomotorDieselmotor
1 AnsaugenOT → UToffenzusaugt Kraftstoff-Luft-Gemisch oder (Direkteinspritzung) Luft ansaugt nur Luft an
2 VerdichtenUT → OTzuzuGemisch auf 10 bis 14 : 1, kurz vor OT zündet die ZündkerzeLuft auf 15 bis 18 : 1, über 600 °C heiß; Einspritzen kurz vor OT
3 ArbeitenOT → UTzuzuVerbrennung treibt den Kolben nach untenKraftstoff entzündet sich selbst, Druck treibt den Kolben
4 AusstoßenUT → OTzuoffenAbgas geht in den AuspuffAbgas geht in den Auspuff
Ventilüberschneidungum OTöffnetschließtbeide Ventile kurz offen, Abgas zieht frische Ladung nachgleich
Ein Arbeitsspiel dauert 720° Kurbelwinkel; Nockenwelle und Zündverteiler drehen darum mit halber Kurbelwellendrehzahl (Übersetzung Zahnriemen oder Kette 2 : 1). Bei z Zylindern zündet alle 720° ÷ z ein Zylinder (Vierzylinder alle 180°). Typische Zündfolgen: Reihenvier 1-3-4-2, Reihendrei 1-2-3, Reihenfünf 1-2-4-5-3, Reihensechs 1-5-3-6-2-4; bei V-Motoren nach Hersteller.

Quelle: Fachkunde Kraftfahrzeugtechnik, Grundlagen des Hubkolbenmotors, sinngemäß, Stand 2026. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.

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