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Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD): Typen und Auslösezeiten

Welcher RCD-Typ welche Fehlerströme erfasst und wie schnell er auslösen muss.

tITyp ACWechselfehlerstrom
tITyp A+ pulsierender Gleichfehlerstrom
tITyp F+ Mischfrequenz (Umrichter, einphasig)
tITyp B+ glatter Gleichfehlerstrom
Form des Fehlerstroms, den der Typ sicher erfasst (rot); jeder Typ erfasst auch die Formen der Typen links davon. Schematisch, sinngemäß nach DIN EN 61008/61009 und DIN EN 62423.
TyperfasstTypischer Einsatz
ACsinusförmige Wechselfehlerströmein Deutschland für neue Anlagen nicht mehr üblich
Awie AC und pulsierende GleichfehlerströmeStandard in Wohnungen
Fwie A und Fehlerströme mit MischfrequenzGeräte mit Frequenzumrichter an Wechselstrom (Waschmaschine, Wärmepumpe)
Balle Fehlerstromarten, auch glatte GleichfehlerströmeDrehstrom-Umrichter, Wallbox ohne eigene DC-Erkennung, PV
B+wie B, erweiterter Frequenzbereich bis 20 kHzerhöhter Brandschutz
Auslösezeiten (unverzögert / selektiv S): bei 1 × IΔn höchstens 300 ms / 130 bis 500 ms, bei 2 × IΔn höchstens 150 ms / 60 bis 200 ms, bei 5 × IΔn höchstens 40 ms / 50 bis 150 ms. Bei 0,5 × IΔn darf der RCD nicht auslösen. 30 mA gilt als zusätzlicher Schutz für Steckdosen bis 32 A und Bäder.

Quelle: DIN EN 61008-1, DIN EN 62423, DIN VDE 0100-410 und -530, sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.

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