Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD): Typen und Auslösezeiten
Welcher RCD-Typ welche Fehlerströme erfasst und wie schnell er auslösen muss.
Zeile antippen, um sie zu kopieren oder zu teilen. Geht auch jederzeit mit langem Antippen oder Rechtsklick auf eine Zelle.
| Typ | erfasst | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| AC | sinusförmige Wechselfehlerströme | in Deutschland für neue Anlagen nicht mehr üblich |
| A | wie AC und pulsierende Gleichfehlerströme | Standard in Wohnungen |
| F | wie A und Fehlerströme mit Mischfrequenz | Geräte mit Frequenzumrichter an Wechselstrom (Waschmaschine, Wärmepumpe) |
| B | alle Fehlerstromarten, auch glatte Gleichfehlerströme | Drehstrom-Umrichter, Wallbox ohne eigene DC-Erkennung, PV |
| B+ | wie B, erweiterter Frequenzbereich bis 20 kHz | erhöhter Brandschutz |
Auslösezeiten (unverzögert / selektiv S): bei 1 × IΔn höchstens 300 ms / 130 bis 500 ms, bei 2 × IΔn höchstens 150 ms / 60 bis 200 ms, bei 5 × IΔn höchstens 40 ms / 50 bis 150 ms. Bei 0,5 × IΔn darf der RCD nicht auslösen. 30 mA gilt als zusätzlicher Schutz für Steckdosen bis 32 A und Bäder.
Quelle: DIN EN 61008-1, DIN EN 62423, DIN VDE 0100-410 und -530, sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.