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Wallbox-Planer

Plant Ladepunkte im Wohngebäude: Zuleitung und Absicherung, Fehlerstromschutz, Auslastung des Hausanschlusses, Melde- und Genehmigungspflichten sowie steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG.

DIN VDE 0100-722:2019-06 · VDE-AR-N 4100 · NAV § 19 · § 14a EnWG mit BNetzA-Festlegung BK6-22-300 (seit 01.01.2024) · TAB des Netzbetreibers

Eingaben

Anz.
kVA
kW
m
%

Ergebnis

HA 59 %Hausanschluss §14a steuerbar11 kW je Ladepunkt
Zuleitung je Ladepunkt5×2,5mm² Cu (Empfehlung)
Absicherung3-polig 16 ALS (B/C)
FehlerstromschutzRCD Typ A30 mA je Ladepunkt
NetzbetreiberAnmeldungSumme 11 kVA
§14a EnWGsteuerbar> 4,2 kW
Hausanschluss59% von 63 A
Zuleitung: die Belastbarkeit ist maßgebend – 1,5 mm² mit Iz 17,5 A und 1,65 % Spannungsfall bei 20 m. Ladepunkte laufen stundenlang mit Volllast: Häufung mit anderen Leitungen und Wärmedämmung unbedingt berücksichtigen. Empfehlung 2,5 mm² – Reserve für Dauerlast, wie sie viele Wallbox-Hersteller vorgeben (Installationsanleitung beachten).

Melde- und Genehmigungspflichten

  • Anmeldung beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme – jede Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge ist meldepflichtig (NAV § 19 Abs. 2), durch einen im Installateurverzeichnis eingetragenen Betrieb.
  • Keine Zustimmungspflicht: Summe der Ladeeinrichtungen 11 kVA ≤ 12 kVA (Anmeldung genügt).
  • Steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG – Ladepunkte über 4,2 kW (in Betrieb seit 01.01.2024) müssen vom Netzbetreiber steuerbar sein. Bei Netzengpass darf auf mindestens 4,2 kW reduziert werden – Laden bleibt immer möglich.
  • Steuerungstechnik vorsehen – Wallbox mit Steuereingang bzw. Schnittstelle (z. B. EEBUS, Relaiskontakt) und Platz für die Steuerungseinrichtung (Steuerbox/Smart-Meter-Gateway) im Zählerschrank nach TAB.
  • Im Mehrfamilienhaus/WEG: Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (§ 20 WEG, privilegierte Maßnahme) und ggf. Leitungsinfrastruktur nach GEIG beachten.

§ 14a EnWG – Netzentgelt-Module (Wahl durch den Kunden)

ModulInhaltVoraussetzung
Modul 1pauschale Netzentgeltreduzierung (Betrag je Netzbetreiber, typ. 110–190 € brutto/Jahr)Standard – kein separater Zähler nötig
Modul 2prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises (Netzentgelt auf 40 %)separater Zählpunkt für die steuerbare Verbrauchseinrichtung
Modul 3zeitvariables Netzentgelt (Niedrig-/Standard-/Hochlasttarif), seit 01.04.2025nur zusätzlich zu Modul 1, intelligentes Messsystem

Installation – Checkliste

  • Eigener Endstromkreis je Ladepunkt mit eigenem Überstromschutz (VDE 0100-722.533.101)
  • Eigener RCD ≤ 30 mA je Anschlusspunkt: Typ A ausreichend, da die Wallbox einen Gleichfehlerstrom ≥ 6 mA erkennt (RDC-DD) (VDE 0100-722.531.3.101)
  • Überspannungsschutz prüfen (DIN VDE 0100-443/-534) – insbesondere bei Ladepunkten im Außenbereich
  • Außenbereich: Schutzart mind. IP44, Schutz gegen mechanische Beschädigung (Anfahrschutz)
  • Leitung für Dauerlast bemessen, Häufung und Wärmedämmung berücksichtigen
  • Prüfung nach DIN VDE 0100-600 inkl. Ladepunkt-Prüfung mit Prüfadapter, Prüfprotokoll und Übergabe an den Betreiber
  • Inbetriebsetzungsanzeige an den Netzbetreiber, Einweisung und Dokumentation
Der Wallbox-Planer fasst die üblichen Anforderungen zusammen. Netzbetreiber regeln Details (Steuerungstechnik, Formulare, Zählerplatz) in ihren TAB – im Strom-Werkzeug zeigt der Netzbetreiber-Vergleich die Unterschiede.
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