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myWerkzeug.deFehlersuche

Motor wird zu heiß

Das Motorgehäuse ist im Betrieb zu heiß, der Motor riecht oder schaltet über Kaltleiter ab.

Betrifft: Drehstrommotor, Pumpe, Lüfter, Kompressor

Sicherheit: Arbeiten an Motoren, Schaltschränken und Steuerungen nur durch eine Elektrofachkraft: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit allpolig feststellen (fünf Sicherheitsregeln). Maschine gegen unerwartetes Anlaufen sichern, bewegte Teile zum Stillstand bringen. Als Laie nur Sichtprüfung und Bedienung.
Schritt für Schritt prüfenUrsache für Ursache mit Prüfschritten, Abhilfe, Grafik und Bericht · 5 Ursachen

So zeigt es sich

  • Motor heiß
  • Brandgeruch
  • Kaltleiter löst aus
  • Motor schaltet nach Zeit ab
  • Gehäuse nicht mehr anfassbar

Mögliche Ursachen 5

Nach Häufigkeit geordnet. Wie Sie jede Ursache prüfen und was dann hilft, zeigt die geführte Suche.

  1. Ein oberflächengekühlter Motor gibt seine Verlustwärme über Kühlrippen an die Umgebung ab, unterstützt durch einen Lüfter auf der Welle

    Setzen sich Staub, Fasern, Öl oder Späne in der Lüfterhaube und zwischen den Rippen fest, wird der Luftstrom gebremst und die Wärme staut sich. Die Wicklung erreicht dann auch bei normaler Last höhere Temperaturen als vorgesehen. Typisch sind ein heißes Gehäuse, Geruch nach heißem Lack und langsames Ansteigen der Temperatur im Betrieb.

    häufigFachkraft

  2. Wird der Motor dauerhaft über seiner Nennleistung belastet, steigen Strom und Verluste, und die Wicklung erreicht höhere Temperaturen

    Jede dauerhaft überschrittene Temperaturgrenze der Isolierung verkürzt die Lebensdauer erheblich, bis es zu Windungsschluss oder Ausfall kommt. Die Überlast kann durch eine zu große Last, schwere Mechanik, zu häufiges Schalten oder eine ungeeignete Betriebsart entstehen. Man erkennt es an hohen Strömen und einem Motor, der nach einiger Zeit stark erwärmt ist.

    häufigFachkraft

  3. Beim Betrieb am Frequenzumrichter dreht der Eigenlüfter auf der Welle bei niedriger Drehzahl entsprechend langsam und fördert nur wenig Kühlluft

    Der Motor erzeugt dabei aber weiterhin Wärme, besonders bei hohem Drehmoment, und überhitzt im Dauerbetrieb bei niedriger Drehzahl. Das zeigt sich daran, dass er nur im unteren Drehzahlbereich heiß wird und bei hoher Drehzahl normal läuft.

    gelegentlichFachkraft

  4. Über- oder Unterspannung sowie eine Unsymmetrie zwischen den drei Phasen erhöhen die Verluste im Motor

    Bei Unterspannung steigt der Strom, bei Überspannung sättigt das Eisen, und bei Unsymmetrie entstehen Gegenfelder, die zusätzliche Wärme erzeugen. Schon geringe Unsymmetrien können den Strom in einer Phase stark ansteigen lassen. Typisch ist ein Motor, der trotz normaler Last zu heiß wird und ungleiche Phasenströme zeigt.

    gelegentlichFachkraft

  5. Ein trockenes, verschlissenes oder verschmutztes Lager läuft nicht mehr leichtgängig und erzeugt zusätzliche Reibungswärme

    Die Wärme wird in Welle und Gehäuse geleitet und kann die Lagerseite deutlich heißer machen als den Rest. Zusätzlich nimmt der Motor mehr Strom auf. Man erkennt es an Geräuschen wie Schleifen, Brummen oder Rattern und an einer lokal erhitzten Lagerstelle.

    gelegentlichFachkraft

Prüfschritte und Abhilfe in der geführten Suche öffnen

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Stand 2026-10. Fachwissen sinngemäß wiedergegeben; maßgeblich sind Normen und Herstellerangaben.