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myWerkzeug.deFehlersuche

Motorschutzschalter oder Thermorelais löst aus

Der Motorschutz schaltet den Antrieb ab, sofort oder nach einiger Betriebszeit.

Betrifft: Motorschutzschalter, Thermorelais, Pumpe, Lüfter, Förderband

Sicherheit: Arbeiten an Motoren, Schaltschränken und Steuerungen nur durch eine Elektrofachkraft: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit allpolig feststellen (fünf Sicherheitsregeln). Maschine gegen unerwartetes Anlaufen sichern, bewegte Teile zum Stillstand bringen. Als Laie nur Sichtprüfung und Bedienung.
Schritt für Schritt prüfenUrsache für Ursache mit Prüfschritten, Abhilfe, Grafik und Bericht · 6 Ursachen

So zeigt es sich

  • Motorschutzschalter fliegt
  • Thermorelais fällt
  • Motor geht nach Minuten aus
  • Schutz lässt sich nach Abkühlen wieder einschalten

Mögliche Ursachen 6

Nach Häufigkeit geordnet. Wie Sie jede Ursache prüfen und was dann hilft, zeigt die geführte Suche.

  1. Der Motorschutzschalter oder das Thermorelais überwacht den Motorstrom mit einem einstellbaren Bimetall oder elektronischen Auslöser

    Ist der Einstellwert niedriger als der Nennstrom auf dem Typenschild, löst das Gerät schon bei normalem Betrieb aus. Besonders häufig passiert das, wenn die Schaltungsart (Stern oder Dreieck, 230 V oder 400 V) nicht beachtet wurde, denn der Nennstrom hängt davon ab. Der Fehler zeigt sich dadurch, dass der Antrieb bei jeder Last bald abschaltet, obwohl Mechanik und Netz in Ordnung sind.

    häufigFachkraft

  2. Der Motor nimmt tatsächlich mehr Strom auf als sein Nennstrom, weil die Last zu hoch ist oder die Mechanik schwer läuft

    Ursachen sind etwa verschlissene Lager, ein verschmutztes oder defektes Lüfterrad, ein zugesetztes Filtersystem oder eine überdimensionierte Last. Das Bimetall erwärmt sich bei Überstrom und löst nach einer stromabhängigen Zeit aus, so wie es als Schutz des Motors vorgesehen ist. Man erkennt dies an Auslösungen nach einiger Betriebszeit und an einem heißen Motor.

    häufigFachkraft

  3. Fällt ein Außenleiter aus, übernehmen die zwei verbliebenen Phasen die Last und der Strom in ihnen steigt stark an

    Das Motorschutzgerät erkennt dies entweder als Überlast oder, bei Geräten mit Phasenausfallempfindlichkeit, als Asymmetrie zwischen den Phasen und löst aus. Der Motor brummt oder läuft unter Last schwer. Der Fehler tritt oft zufällig auf, wenn der Kontakt nur unter Belastung oder Erwärmung aussetzt.

    gelegentlichFachkraft

  4. Das Bimetall im Motorschutzgerät reagiert auf Wärme, auch auf die von außen

    Ist es im Schaltschrank sehr warm oder sind Geräte ohne Abstand aneinandergereiht, erwärmt es sich zusätzlich und löst bereits bei Stromwerten aus, die bei normaler Umgebung zulässig wären. Man erkennt das daran, dass das Gerät vor allem an heißen Tagen oder nach langer Betriebszeit auslöst und sich nach Abkühlen wieder einschalten lässt. Der Motor selbst ist dabei nicht überlastet.

    gelegentlichFachkraft

  5. Lockere, oxidierte oder verschmutzte Klemmen haben einen erhöhten Übergangswiderstand

    Bei Stromfluss entsteht dort Wärme, die an das Schutzgerät weitergegeben wird, sodass es zu früh auslöst. Die Klemmstelle selbst wird heiß und verfärbt sich, bei längerem Betrieb schmilzt die Isolierung oder es bildet sich ein Lichtbogen. Typisch sind Auslösungen ohne echte Überlast und warme Klemmen oder Brandgeruch.

    gelegentlichFachkraft

  6. Ein Windungsschluss oder ein stark reibendes Lager lassen den Motor mehr Strom aufnehmen, als es die Last verlangt

    Das Schutzgerät bewertet nur den Strom und löst deshalb aus, obwohl die eigentliche Ursache im Motor liegt. Meist sind die Phasenströme dabei ungleich oder der Motor läuft laut und heiß. Eine Dauerüberlast durch einen defekten Motor kann zum Totalschaden führen, wenn der Schutz umgangen wird.

    seltenFachkraft

Prüfschritte und Abhilfe in der geführten Suche öffnen

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Stand 2026-10. Fachwissen sinngemäß wiedergegeben; maßgeblich sind Normen und Herstellerangaben.