Heizkurve: Vorlauftemperatur aus der Außentemperatur
Eine witterungsgeführte Regelung hebt die Vorlauftemperatur an, je kälter es draußen ist. Die Steilheit sagt, um wie viel Kelvin je Kelvin Außentemperatur.
- ϑVL
- Vorlauftemperatur °C
- s
- Steilheit der Heizkurve –
- ϑi
- Raumsolltemperatur °C
- ϑa
- Außentemperatur °C
Die Formel umgestellt
- nach ϑVL VorlauftemperaturϑVL=ϑi+s·(ϑi−ϑa)
- nach s Steilheit der Heizkurves=ϑVL−ϑiϑi−ϑa
- nach ϑi Raumsolltemperaturϑi=ϑVL+s·ϑa1+s
- nach ϑa Außentemperaturϑa=ϑi−ϑVL−ϑis
Größen und Einheiten
| Zeichen | Größe | Einheiten |
|---|---|---|
| ϑVL | Vorlauftemperatur | °C |
| s | Steilheit der Heizkurve | ohne Einheit |
| ϑi | Raumsolltemperatur | °C |
| ϑa | Außentemperatur | °C |
Merke
Gerade durch den Fußpunkt: Ist es draußen so warm wie der Raum soll, braucht es keinen Vorlauf über Raumtemperatur. Für jedes Kelvin kälter steigt der Vorlauf um s Kelvin.
In der Praxis
Echte Heizkurven sind leicht gekrümmt; Hersteller bieten zusätzlich eine Parallelverschiebung (Niveau). Faustregel zum Einstellen: Ist es bei mildem Wetter zu kalt, bei Frost aber richtig, das Niveau anheben und die Steilheit etwas senken. Je niedriger die Kurve, desto besser arbeiten Brennwertkessel und Wärmepumpe.
Beispiel
Eine Anlage mit Heizkörpern hat die Steilheit 1,2, Raumsoll 20 °C. Welche Vorlauftemperatur stellt die Regelung bei −10 °C außen ein?
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Mittlere Übertemperatur eines HeizkörpersHeizkörperleistung bei anderer ÜbertemperaturJahresarbeitszahl (JAZ)Heizwärmebedarf über die Gradtagzahl