Förderhöhe der Pumpe aus dem Rohrnetz
Die Pumpe muss den Druckverlust des ungünstigsten Strangs decken: Rohrreibung samt Zuschlag für Einzelwiderstände plus Ventil, Wärmeerzeuger und Zähler – umgerechnet in Meter Förderhöhe.
- H
- Förderhöhe der Pumpe m
- R
- Rohrreibungsdruckgefälle Pa/m · mbar/m
- L
- Länge des ungünstigsten Strangs (Vor- und Rücklauf) m
- z
- Zuschlag für Einzelwiderstände (Bögen, T-Stücke, Armaturen) %
- ΔpK
- Druckverlust der Komponenten (Ventil, Wärmeerzeuger, Wärmemengenzähler) Pa · mbar · kPa · bar
- ρ
- Dichte von Heizungswasser = 1.000 kg/m³
- g
- Fallbeschleunigung = 9,81 m/s²
Die Formel umgestellt
- nach H Förderhöhe der PumpeH=R·L·(1+z)+ΔpKρ·g
- nach R RohrreibungsdruckgefälleR=H·ρ·g−ΔpKL·(1+z)
- nach L Länge des ungünstigsten Strangs (Vor- und Rücklauf)L=H·ρ·g−ΔpKR·(1+z)
- nach z Zuschlag für Einzelwiderstände (Bögen, T-Stücke, Armaturen)z=H·ρ·g−ΔpKR·L−1
- nach ΔpK Druckverlust der Komponenten (Ventil, Wärmeerzeuger, Wärmemengenzähler)ΔpK=H·ρ·g−R·L·(1+z)
Größen und Einheiten
| Zeichen | Größe | Einheiten |
|---|---|---|
| H | Förderhöhe der Pumpe | m |
| R | Rohrreibungsdruckgefälle | Pa/m, mbar/m |
| L | Länge des ungünstigsten Strangs (Vor- und Rücklauf) | m |
| z | Zuschlag für Einzelwiderstände (Bögen, T-Stücke, Armaturen) | % |
| ΔpK | Druckverlust der Komponenten (Ventil, Wärmeerzeuger, Wärmemengenzähler) | Pa, mbar, kPa, bar |
| ρ | Dichte von Heizungswasser = 1.000 kg/m³ (Konstante) | kg/m³ |
| g | Fallbeschleunigung = 9,81 m/s² (Konstante) | m/s² |
Merke
Erst den Druckverlust des ungünstigsten Strangs addieren (Rohr mal Zuschlag plus Komponenten), dann umrechnen: 1 m Förderhöhe ≈ 9,81 kPa ≈ 0,1 bar. Die Rohrnetzkennlinie ist eine Parabel – doppelter Volumenstrom, vierfacher Druckverlust.
In der Praxis
Pumpe so wählen bzw. einstellen, dass ihr Arbeitspunkt (Schnitt von Pumpen- und Rohrnetzkennlinie) beim Auslegungsvolumenstrom liegt; Hocheffizienzpumpen dazu in Δp-konstant oder Δp-variabel auf die errechnete Förderhöhe stellen. Die Pumpe deckt nur den ungünstigsten Strang – alle günstigeren Kreise bekommen sonst zu viel Wasser und werden beim hydraulischen Abgleich mit Ventil-Voreinstellung oder Strangregulierventil gedrosselt (sinngemäß VDI 2073 Blatt 2, Ausgabe 2024-02; Planung nach DIN EN 12828, Ausgabe 2014-07; Pflicht in Gebäuden ab sechs Wohnungen nach GEG § 60c, Fassung 2024).
Beispiel
Der ungünstigste Strang ist (Vor- und Rücklauf) 60 m lang, R = 100 Pa/m, Zuschlag für Einzelwiderstände 30 %. Thermostatventil, Kessel und Wärmemengenzähler verursachen zusammen 150 mbar. Welche Förderhöhe braucht die Pumpe?
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Leistungsaufnahme einer PumpeVolumenstrom im HeizkreisDruckverlust am Ventil (k_v-Wert)VentilautoritätDruckverlust einer Leitung