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Heizungs-Füllwasser nach VDI 2035

Bestimmt aus Gesamtheizleistung und Anlagenvolumen den zulässigen Härtewert für Füll- und Ergänzungswasser nach VDI 2035, vergleicht ihn mit der Härte des Leitungswassers und rechnet, wie viel Wasser eine Enthärtungs- oder Entsalzungspatrone schafft.

Spezifisches Anlagenvolumen = Anlagenvolumen / kleinste Einzelleistung · Grenzwerte der Summe Erdalkalien für Füll- und Ergänzungswasser nach VDI 2035 Blatt 1 (2021), sinngemäß · 1 mol/m³ = 1 mmol/l = 5,6 °dH · Füllmenge je Patrone = Kapazität (l · °dH) / Härte des Rohwassers · Herstellervorgaben des Wärmeerzeugers gehen vor

Eingaben

kW
Summe aller Wärmeerzeuger der Anlage.
kW
Nur bei mehreren Wärmeerzeugern (z. B. Kessel und Wärmepumpe) eintragen.
Liter
Rohrnetz, Heizkörper oder Fußbodenheizung, Wärmeerzeuger und Pufferspeicher zusammen; am genauesten mit Füllmengenzähler.
°dH
Gesamthärte vom Wasserversorger. Steht sie in mmol/l, mit 5,6 malnehmen.
l · °dH
Datenblatt der Patrone oder Anlage. Beispiel: 10.000 l · °dH reichen bei 20 °dH für 500 Liter.

Ergebnis

Grenzwert Füllwasser16,8 °dH
Leitungswasser16 °dH
Spezifisches Anlagenvolumen10l/kW
Aufbereitennicht nötig
Patronen–
Rechnung: 200 l / 20 kW = 10 l/kW → Zeile „bis 50 kW“, Spalte „bis 20 l/kW“ → höchstens 16,8 °dH (3 mol/m³).
Das Leitungswasser mit 16 °dH liegt unter dem Grenzwert und darf unbehandelt eingefüllt werden, wenn der Hersteller nichts anderes verlangt. Die Füllmenge und die Wasserwerte gehören ins Anlagenbuch.
Vollentsalzt (salzarm) ist der heute übliche Weg: Kalk und Salze sind entfernt, die elektrische Leitfähigkeit liegt bei etwa 10 bis 100 µS/cm, Korrosion wird gebremst. Nach einigen Wochen Betrieb stellt sich der pH-Wert meist selbst auf 8,2 bis 10 ein (mit Aluminium höchstens 9,0).

Grenzwerte nach VDI 2035 (Füll- und Ergänzungswasser)

Gesamtheizleistungbis 20 l/kWüber 20 bis 50 l/kWüber 50 l/kW
bis 50 kW▶ 16,8 °dH11,2 °dH0,11 °dH
über 50 bis 200 kW11,2 °dH8,4 °dH0,11 °dH
über 200 bis 600 kW8,4 °dH0,11 °dH0,11 °dH
über 600 kW0,11 °dH0,11 °dH0,11 °dH
Auch Ergänzungswasser beim Nachfüllen muss die Werte einhalten. Die Werte sind sinngemäß wiedergegeben (VDI 2035 Blatt 1, 2021); die Herstellervorgabe des Wärmeerzeugers hat Vorrang.
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