Regenwasserertrag (DIN 1989-1)
Der nutzbare Regenwasserertrag im Jahr ist Auffangfläche mal Niederschlagshöhe mal Ertragsbeiwert mal Filterwirkungsgrad.
E=A·hN·e·η
Umstellen nach
- E
- Regenwasserertrag im Jahr l/a · m³/a
- A
- Auffangfläche (Grundriss) m²
- hN
- Niederschlagshöhe im Jahr mm/a
- e
- Ertragsbeiwert –
- η
- hydraulischer Filterwirkungsgrad –
Die Formel umgestellt
- nach E Regenwasserertrag im JahrE=A·hN·e·η
- nach A Auffangfläche (Grundriss)A=EhN·e·η
- nach hN Niederschlagshöhe im JahrhN=EA·e·η
- nach e Ertragsbeiwerte=EA·hN·η
- nach η hydraulischer Filterwirkungsgradη=EA·hN·e
Größen und Einheiten
| Zeichen | Größe | Einheiten |
|---|---|---|
| E | Regenwasserertrag im Jahr | l/a, m³/a |
| A | Auffangfläche (Grundriss) | m² |
| hN | Niederschlagshöhe im Jahr | mm/a |
| e | Ertragsbeiwert | ohne Einheit |
| η | hydraulischer Filterwirkungsgrad | ohne Einheit |
Merke
1 mm Niederschlag sind 1 Liter je Quadratmeter. Darum ergibt Fläche in m² mal Niederschlag in mm direkt Liter.
In der Praxis
Zisterne und Pumpe auslegen: Der Ertrag wird mit dem Betriebswasserbedarf (WC-Spülung rund 24 l je Person und Tag, Garten, Waschmaschine) verglichen. Betriebswasser nie mit dem Trinkwassernetz verbinden, Nachspeisung nur über freien Auslauf.
Beispiel
Ein Einfamilienhaus mit 120 m² Ziegeldach (e = 0,8) liegt in einer Region mit 750 mm Jahresniederschlag. Der Filter hat einen Wirkungsgrad von 0,9. Wie groß ist der Regenwasserertrag im Jahr?