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Sperrschichttemperatur mit Kühlkörper

Die Verlustleistung eines Halbleiters muss als Wärme über Gehäuse und Kühlkörper an die Luft. Jeder Wärmewiderstand auf dem Weg hebt die Temperatur im Inneren an.

ϑJ=ϑU+P·Rth
Umstellen nach
ϑJ
Sperrschichttemperatur (im Halbleiter) °C
ϑU
Umgebungstemperatur (Luft am Kühlkörper) °C
P
Verlustleistung im Bauteil mW · W
Rth
Wärmewiderstand Sperrschicht → Luft (Summe) K/W

Die Formel umgestellt

  • nach ϑJ Sperrschichttemperatur (im Halbleiter)ϑJ=ϑU+P·Rth
  • nach ϑU Umgebungstemperatur (Luft am Kühlkörper)ϑU=ϑJ−P·Rth
  • nach P Verlustleistung im BauteilP=ϑJ−ϑURth
  • nach Rth Wärmewiderstand Sperrschicht → Luft (Summe)Rth=ϑJ−ϑUP

Größen und Einheiten

ZeichenGrößeEinheiten
ϑJSperrschichttemperatur (im Halbleiter)°C
ϑUUmgebungstemperatur (Luft am Kühlkörper)°C
PVerlustleistung im BauteilmW, W
RthWärmewiderstand Sperrschicht → Luft (Summe)K/W

Merke

ϑ_J = ϑ_U + P · R_th – wie das ohmsche Gesetz für Wärme: Die Verlustleistung „fließt“ durch den Wärmewiderstand, die Temperaturdifferenz ist ΔT = P · R_th. Die Teilwiderstände liegen in Reihe und addieren sich: R_th = R_thJC (Sperrschicht → Gehäuse) + R_thCS (Gehäuse → Kühlkörper, Wärmeleitpaste oder Isolierscheibe) + R_thSA (Kühlkörper → Luft).

In der Praxis

Kühlkörper für Transistoren, MOSFETs, Halbleiterrelais, Spannungsregler und Gleichrichter auslegen. Die höchste zulässige Sperrschichttemperatur steht im Datenblatt, bei Silizium meist 150 °C, manchmal 175 °C. Man plant mit Reserve (oft höchstens 100 bis 125 °C), denn jede Erwärmung um etwa 10 K verkürzt die Lebensdauer spürbar. Ohne Kühlkörper hat ein TO-220-Gehäuse rund 60 K/W – schon 2 W machen es dann über 120 K wärmer als die Luft.

Beispiel

Ein MOSFET setzt 10 W in Wärme um. Sperrschicht → Gehäuse 1 K/W, Wärmeleitpaste 0,5 K/W, Kühlkörper 2,5 K/W (zusammen 4 K/W). Im Gehäuse sind es 40 °C. Wie warm wird die Sperrschicht?

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