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PV-Leerlaufspannung bei Kälte

Bei Kälte steigt die Leerlaufspannung der Module. Die Stringspannung am kältesten Morgen muss unter der Höchstspannung des Wechselrichters bleiben.

UStr=n·UOC·(1+β·(ϑmin−25))
Umstellen nach
UStr
String-Leerlaufspannung bei ϑ_min V · kV
n
Module in Reihe (im String) Stück
UOC
Leerlaufspannung je Modul bei STC (25 °C) V
β
Temperaturkoeffizient der Leerlaufspannung %/K
ϑmin
tiefste Modultemperatur °C

Die Formel umgestellt

  • nach UStr String-Leerlaufspannung bei ϑ_minUStr=n·UOC·(1+β·(ϑmin−25))
  • nach n Module in Reihe (im String)n=UStrUOC·(1+β·(ϑmin−25))
  • nach UOC Leerlaufspannung je Modul bei STC (25 °C)UOC=UStrn·(1+β·(ϑmin−25))
  • nach β Temperaturkoeffizient der Leerlaufspannungβ=UStrn·UOC−1ϑmin−25
  • nach ϑmin tiefste Modultemperaturϑmin=25+UStrn·UOC−1β

Größen und Einheiten

ZeichenGrößeEinheiten
UStrString-Leerlaufspannung bei ϑ_minV, kV
nModule in Reihe (im String)Stück
UOCLeerlaufspannung je Modul bei STC (25 °C)V
βTemperaturkoeffizient der Leerlaufspannung%/K
ϑmintiefste Modultemperatur°C

Merke

U_OC(ϑ) = U_OC,STC · (1 + β · (ϑ − 25 °C)). β ist negativ: Unter 25 °C wird (ϑ − 25 °C) negativ, das Produkt positiv – die Spannung steigt. Die Spannungen der Module im String addieren sich.

In der Praxis

Strangplanung: Die DC-Seite wird nach DIN VDE 0100-712 (Ausgabe 2016-10) sinngemäß für die höchste Leerlaufspannung bemessen, die bei der tiefsten zu erwartenden Modultemperatur auftreten kann. In Deutschland rechnet man meist mit −10 °C bis −20 °C; an klaren Wintermorgen liegt die Sonne schon auf den noch kalten Modulen.

Beispiel

20 Module mit U_OC = 38,5 V (STC) und β = −0,27 %/K bilden einen String. Welche Leerlaufspannung erreicht er bei −15 °C?

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