Strombelastbarkeit mit Umrechnungsfaktoren
Der Tabellenwert gilt für 30 °C und eine einzeln verlegte Leitung. Wärmere Umgebung und Häufung verringern die Belastbarkeit.
- Iz
- Strombelastbarkeit unter Betriebsbedingungen A · kA
- Ir
- Bemessungswert der Tabelle (30 °C, einzeln) A · kA
- fϑ
- Umrechnungsfaktor Umgebungstemperatur –
- fH
- Umrechnungsfaktor Häufung –
Die Formel umgestellt
- nach Iz Strombelastbarkeit unter BetriebsbedingungenIz=Ir·fϑ·fH
- nach Ir Bemessungswert der Tabelle (30 °C, einzeln)Ir=Izfϑ·fH
- nach fϑ Umrechnungsfaktor Umgebungstemperaturfϑ=IzIr·fH
- nach fH Umrechnungsfaktor HäufungfH=IzIr·fϑ
Größen und Einheiten
| Zeichen | Größe | Einheiten |
|---|---|---|
| Iz | Strombelastbarkeit unter Betriebsbedingungen | A, kA |
| Ir | Bemessungswert der Tabelle (30 °C, einzeln) | A, kA |
| fϑ | Umrechnungsfaktor Umgebungstemperatur | ohne Einheit |
| fH | Umrechnungsfaktor Häufung | ohne Einheit |
Merke
I_z = I_r · f_ϑ · f_H. Jeder Faktor unter 1 kostet Belastbarkeit; mehrere Einflüsse werden multipliziert. Reicht I_z nicht, hilft ein größerer Querschnitt oder eine günstigere Verlegung.
In der Praxis
Leitungen im warmen Dachboden, im Heizungsraum oder dicht gebündelt im Kabelkanal: Werte und Faktoren aus DIN VDE 0298-4:2013-06 (sinngemäß; PVC-Leitung, Leitertemperatur 70 °C). Danach mit der Überlastschutz-Bedingung das passende Schutzorgan zuordnen.
Beispiel
NYM 3 × 2,5 mm², Verlegeart C, Tabellenwert 27 A. Die Leitung liegt bei 35 °C (f_ϑ = 0,94) mit einem zweiten Stromkreis gebündelt (f_H = 0,80). Wie groß ist I_z?
Weiter mit
Schutz bei Überlast (Schutzorgan und Leitung)StromdichteSpannungsfall WechselstromWiderstand und Temperatur