LASER.myWerkzeug.de und CNC.myWerkzeug.de sind dasselbe Programm in zwei Betriebsarten. Zeichnen, Text, Import, Vorlagen, Konto und Hilfe sind gleich. Projekte öffnen in beiden: Beim Laden stellt die App Fräser und Laserprofile um und sagt es Ihnen.
Was der Laser tut
Jede Ebene und jede Form bekommt einen Arbeitsgang. Wählen Sie ihn im Fenster am Objekt oder im Reiter Ebenen:
- Linie: Der Strahl läuft genau auf der Linie. Gravur, Beschriftung, Ritzen.
- Außen: Der Strahl läuft außen an der Kontur und schneidet das Teil frei. Es behält sein Maß, weil die App den halben Strahlfleck versetzt.
- Innen: Der Strahl läuft innen an der Kontur: Löcher und Aussparungen.
- Füllen: Die Fläche wird mit eng liegenden Linien gefüllt (Flächengravur). Linienabstand, Winkel und Kreuzschraffur stehen im Profil.
- Aus: wird nicht gelasert.
Laserprofile
Ein Laserprofil fasst zusammen, wie der Laser arbeitet: Tempo in mm/min, Leistung in Prozent, Durchgänge, Strahlfleck, bei Flächen Linienabstand und Winkel, ein Überfahrweg an den Zeilenenden und der höchste S-Wert der Steuerung (Grbl $30, meist 1000).
Neue Projekte bringen „Gravieren“ und „Schneiden“ mit. Eigene Profile legen Sie im Menü Laser → Laserprofile … an. Jede Ebene wählt eines, eine einzelne Form darf abweichen.
Weitere Einstellungen im Profil:
- Brücken beim Schneiden: Bei „Außen“ lässt der Strahl in gleichmäßigem Abstand Stücke der Kontur unverbrannt (die Brückenbreite). Das Teil bleibt im Material und bricht nach dem Lasern heraus. Innen und Löcher bekommen keine Brücken.
- Luftunterstützung: schaltet die Luft (M8) für dieses Profil ein, danach aus (M9).
- Scan-Offset: gleicht bei schneller Hin-und-zurück-Gravur den Versatz der Rückwärtszeilen aus. Mit einem Testbild einstellen, meist 0,1 bis 0,5 mm.
- Strahlfleck Y: Viele Diodenlaser haben einen ovalen Brennfleck. Tragen Sie hier seine Breite quer zur X-Achse ein, dann gleicht die App die Schnittfuge in X und Y getrennt aus, und Teile behalten in beiden Richtungen ihr Maß. 0 heißt: rund, gleich wie der Strahlfleck.
- Z-Schritt je Durchgang: Bei dickem Material senkt sich der Kopf nach jedem Durchgang um diesen Wert, damit der Fokus mit in den Schnitt wandert. Nach dem letzten Durchgang fährt er zurück auf die Fokushöhe. 0 = aus.
Reihenfolge: Die App ordnet die Schnitte selbst. Erst wird graviert, dann geschnitten. Löcher und Teile, die in einem anderen Teil liegen, kommen vor dessen Umriss, damit nichts herausfällt oder verrutscht, bevor es fertig ist. Jede Kontur beginnt an der Stelle, die der Kopf am schnellsten erreicht, und Linien laufen bei Bedarf rückwärts. So bleiben die Leerfahrten kurz.
Dickeres Material braucht mehr Durchgänge statt mehr Leistung: Der Laser fährt die Kontur mehrmals ab. Die Startwerte für Ihr Material liefert die Material-Bibliothek.
Dauer und Prüfung
Der Reiter Laser zeigt alle Arbeitsgänge nach Profil mit der geschätzten Dauer. Ein Klick wählt die Formen aus. Hinweise der App (zu schmale Formen, offene Linien beim Füllen) stehen darunter.
Dann geht es mit dem Knopf Lasern weiter: Lasern starten.